01/31/16

Petition: Wasser für Tamaquito

31.01.2016

Als Reaktion auf den Film La buena vida – Das gute Leben über die Umsiedlung durch Tamaquito wurde in Deutschland eine Petition auf der Petitions-Seite von Avaaz erstellt. Sie heißt:

Glencore (Schweiz), Bhp Billiton Group (Australien), Anglo American (UK): Dringend: Wasser für Tamaquito, Kolumbien.

Die Petition ist mit der Gemeinschaft Tamaquito abgesprochen und wir hoffen, dass wir mit eurer Hilfe wirklich etwas bewegen können!

  https://secure.avaaz.org/de/petition/Glencore_Schweiz_Bhp_Billiton_Group_Australien_Anglo_American_UK_Dringend_Wasser_fuer_Tamaquito_Kolumbien/?launch

Bitte leitet den Link zur Petition nach dem Unterschreiben auch an eure Freunde weiter.

01/23/16

Tierra Digna macht Überfall und Informationsdiebstahl in ihrem Büro öffentlich

23.01.2016

Am Mittwoch, 20. Januar 2016, als die Mitarbeiterinnen einen neuen Arbeitstag beginnen wollten, stellten sie fest, dass in der Nacht zuvor unbekannte Personen in die Büroräumlichkeiten eingedrungen waren und den Computer einer der Gründerinnen der Organisationen raubten. Obwohl die Einbrecher Zugang zu anderen Teilen des Hauses, zu anderen Computern und auch zu Wertgegenständen gehabt hätten, beschränkte sich ihr Raub gezielt auf den Laptop, auf dem wichtige Informationen für die Arbeit von Tierra Digna gespeichert war.

Tierra Digna ist eine Nichtregierungsorganisation, die sich der Verteidigung und Förderung der Menschenrechte widmet, v.a. im Umfeld von industriellen Aktivitäten der Förderung und des Abbaus natürlicher Ressourcen. Tierra Digna führt Recherchen durch, führt juristische Prozesse und begleitet Gemeinschaften die durch den Abbau von Rohstoffen betroffen sind, und führt mit den betroffenen Gemeinschaften auch Ausbildungen durch.

Dieser Informationsdiebstahl ereignet sich in einem wichtigen Moment der Arbeit dieser Menschenrechtsorganisation, da sie die Begleitung der Gemeinschaften im Cesar sowie  öffentliche Anhörungen zur Umweltsituation im Umfeld der Prozesse, mit denen Drummond und Glencore die Ausdehnung ihrer Kohleminen anstreben, vorbereiten. Ebenso sind sie an der Vorbereitung eines Besuchs des Verfassungsgerichtes im Departement Chocó im Rahmen des juristischen Prozesses, der durch eine Grundrechtsklage (tutela) zur Verteidigung der Rechte der Ethnischen Gemeinschaften entlang des Atrato-Flusses aufgenommen wurde, sowie an der Vorbereitung von Anfragen zur Durchführung von Anhörungen vor der Interamerikanischen Menschenrechtskommission, beteiligt.     

Dieser Informationsdiebstahl ereignete sich, nachdem schon eine ganze Kette irregulärer Vorkommnisse zu verzeichnen war, wie Beschattung und Verfolgung, Abhören der Telefongespräche und anderer Kommunikationsformen, sowie frühere Diebstähle gegen andere Mitglieder des Teams von Tierra Digna. Tierra Digna fordert deshalb die Behörden und den Staat Kolumbien auf, Sicherheitsgarantien und Schutz für die Arbeit zur Verteidigung der Menschenrechte zu gewähren.

Die Arbeitsgruppe Schweiz Kolumbien arbeitet seit mehreren Jahren mit Tierra Digna zu den Gemeinschaften im Umfeld der Kohleminen von Glencore im Cesar und zu afrokolumbianischen Gemeinschaften, die von (illegalem) Goldabbau im Chocó betroffen sind, zusammen. Wir verurteilen die wiederholten Übergriffe auf Mitglieder von Tierra Digna, insbesondere den Informationsdiebstahl vom 20. Januar 2016, und fordern den kolumbianischen Staat dringend auf, die Sicherheit der MitarbeiterInnen von Tierra Digna zu gewährleisten.

Weitere Infos: tierradigna.org

Comunicado de Tierra Digna

11/30/15

Update zur Situation in umgesiedelten und indigenen Gemeinschaften im Einflussbereich der Kohlenmine El Cerrejón

30.11.2015

Die Arbeitsgruppe Schweiz Kolumbien ask! begleitet seit vielen Jahren verschiedene Gemeinschaften im Einflussbereich der Kohlenmine El Cerrejón, die zu einem Drittel dem Schweizer Rohstoffkonzern Glencore gehört. Die ask! reiste gemeinsam mit dem obersten Glencoremanagement – angeführt von CEO Ivan Glasenberg – und 2 VertreterInnen aus dem Säuliamt im März 2015 nach Kolumbien, um die Situation in den verschiedenen Gemeinschaften im Einflussbereich von Glencore und Cerrejón zu begutachten. Das vorliegende Update schildert die Situation in den Wayúu-Gemeinschaften Tamaquito und Provincial sowie in der afrokolumbianischen Gemeinschaft Roche.

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12/30/15

Abgeschlossenes Abkommen über den Umgang mit den Kriegsopfern

30.12.2015

Die Friedensverhandlungen auf Kuba schreiten weiter voran. Am 15. Dezember konnten die Delegationen nach eineinhalbjähriger Verhandlungsphase den Abschluss des Punktes „Umgang mit den Opfern“ bekanntgeben. Dabei wurde ein umfassendes System der Wahrheit, Gerechtigkeit, Wiedergutmachung und Nichtwiederholung präsentiert. Die Kritik daran lässt nicht auf sich warten.

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08/31/15

Die Konzernverantwortungsinitiative im Praxistest

31.08.2015

Seit über zehn Jahren befasst sich die Arbeitsgruppe Schweiz Kolumbien mit den Geschäftstätigkeiten von Schweizer Unternehmen in Kolumbien und mit deren Auswirkungen auf Gesellschaft und Umwelt, namentlich auf marginalisierte Gemeinschaften. Im Fokus standen Nestlé, Holcim, Goldraffinerien und die Bergbauunternehmen Glencore und Xstrata. Wir befassen uns mit Gewerkschafts- und Arbeitsrechte, Landrechten, Bedrohungen und gewalttätigen Übergriffen auf Gewerkschafts- und Gemeinschaftsführer sowie mit den Auswirkungen von Bergbauprojekten auf umliegende Gemeinschaften. Die Bestimmungen der Konzernverantwortungs-Initiative (KoVI), namentlich die rechtlich verbindliche Pflicht zur Sorgfaltsprüfung, sehen wir als grosse Chance, um für Arbeitnehmende und Gemeinschaften im Einflussbereich von Schweizer Unternehmen konkrete Verbesserungen ihrer Lebensumstände zu erreichen.

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Aktuell

01.05.2015

Konzernverantwortungs-Initiative: Zum Schutz von Mensch und Umwelt

 

Mehr zur VOlksinitative

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